Kunst und Teilhabe

The future is unwritten

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Was kann Kunstvermittlung sein, jenseits dessen, was sie bereits ist? Ausgehend von dem Ansatz, Vermittlung nicht als Weitergabe von Wissen, sondern als Öffnung von Möglichkeitsräumen zu denken, fragt der Gila Kolb nach den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Kulturinstitutionen heute agieren: Polarisierung, Ungleichheit, der Krise demokratischer Öffentlichkeiten. Wenn Kunstvermittlung das Sichtbare, Sagbare und Zeigbare verschieben soll, dann braucht es mehr als neue Formate – es braucht eine Haltung, die Dissens aushält, Machtverhältnisse benennt und sich traut, etwas zu imaginieren, was es noch nicht gibt. Der Vortrag beleuchtet, was das konkret bedeutet: für Institutionen, für Vermittler:innen und für eine Gesellschaft im Wandel. Der Titel „The future is unwritten“ ist einem Film über den Musiker Joe Strummer (the clash) entlehnt.

Gila Kolb ist forschende Kunstpädagogin und Kunstvermittlerin, Professorin für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Universität Bremen und Mitbegründerin der Agentur für Kunstvermittlung agency art education. Seit 2016 gibt sie den dreisprachigen Interview-Blog The Art Educator’s Talk heraus.  Arbeitsschwerpunkte und -interessen: Zeichnen können, Strategien und agency von Kunstvermittler:innen, Verlernen, Bedingungen postdigitaler Kunstpädagogik. Sie interessiert sich zudem antirassistische kunstvermittlerische Praxis, Fragen von Digitalität wie z.B. Memes als subversive Praxis, Nachhaltigkeit in Bezug auf künstlerische Bildung.

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